Inmitten unzähliger Bäume und Tannen befindet sich der Stuttgarter Punschwald – ein grüner Wald als Kontrast zum Rest der Stadt.
Am Stuttgarter Feuersee findet seit dem 14. November der Punschwald statt. Hier fließen täglich unzählige Liter Punsch und Glühwein, die man in den beheizten Lauben zwischen den Bäumen genießen kann. Hier lässt es sich auch bei Kälte abseits der Weihnachtsmärkte gut aushalten.
Vorbereitungen
Die rund tausend Tannen, Holzhackschnitzel und Dekoskulpturen werden nach Stuttgart geliefert und markieren den Beginn der mehrtägigen Vorbereitungen auf die Eröffnung des Waldes. Das Team wird durch die Mitarbeitenden des Heavy-Metal-Festivals „Wacken“ unterstützt. Von November bis Februar kann der Wald an drei Wochenenden im Monat, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, von 16:16 Uhr bis 22 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Entstehung und Idee
Inspiriert ist die Idee von den Machern des Wacken-Festivals; diese waren bereits für die erfolgreichen vorherigen Punschwälder verantwortlich. In Stuttgart agieren sie nun als „Paten“ des Projekts. Der Feuersee ist bereits die fünfte Location nach der erfolgreichen Umsetzung des Konzepts in den Städten Flensburg, Itzehoe, Rendsburg und Berlin.

Die grundlegende Idee ist ein urbaner Waldweihnachtsmarkt, wobei man den Punschwald völlig losgelöst von den typischen Weihnachtsaspekten genießen kann. Es geht mehr um die Winterzeit, weshalb auch keine Weihnachtsmusik gespielt wird. Klassische Weihnachtsdekoration wird durch Holzskulpturen ersetzt, und Tonnen an Holzhackschnitzeln erwecken den Eindruck eines echten Waldbodens. Die Tannen werden aus Norddeutschland hergefahren und säumen die verwinkelten Wege des Punschwaldes.
Angebote und Atmosphäre
Verkauft werden 15 Punschkreationen – mit und ohne Alkohol –, ein Punsch der Woche sowie Glühwein, Kakao und Feuerzangenbowle. Besucherinnen und Besucher haben zudem die Auswahl zwischen Raclette, Suppen, Eintöpfen, Pizzen, Würstchen, Waffeln und mehr. Auch die Preise sind fair.

Durch die beheizten Lauben kann man sich auch bei Kälte stundenlang dort aufhalten. Die überdachten Tische werden mit Infrarotlichtstrahlern beheizt; es gibt mehrere Stehtische und viele Möglichkeiten, das Essen und die Getränke zu genießen und mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Besonders auffallend sind die bunten Lichtinstallationen, die den Wald in ein lila-rotes Licht tauchen. Ziel ist es, eine Alternative zu den klassischen Weihnachtsmärkten zu bieten. Mit weniger überfüllten Wegen und einem kleineren Gelände kehrt mehr Ruhe ein – etwas, das viele Menschen vor allem in der Vorweihnachtszeit sehr schätzen.
Und wer weiß – vielleicht bleibt er nicht nur eine Alternative zu den Weihnachtsmärkten.
Ein Beitrag von Leonie Binder, Alia Bonnesen und Emma Nitschke