Der Santiago-de-Chile-Platz: Ein vielseitiger Aussichtspunkt

Der Santiago-de-Chile-Platz: Ein vielseitiger Aussichtspunkt

Der Santiago-de-Chile-Platz eignet sich hervorragend, um seinen Horizont zu erweitern – nicht nur durch seinen Panoramablick auf den Stuttgarter Kessel, sondern vor allem durch seine prägende historische Bedeutung.

Zwischen Aussichtspunkt und Erinnerungsort

Die Geschichte des heutigen Platzes reicht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Bereits 1875 erwarb der Verschönerungsverein Stuttgart das Grundstück am Haigst, um landschaftlich reizvolle Orte für die Bevölkerung zu sichern. Im Jahr 1972 stiftete der Verein die Anlage offiziell als „Haigstanlage“ der Öffentlichkeit.

Eine grundlegende Veränderung erfuhr der Ort am 21. Oktober 2006: Auf Anregung des Stadtrats Georg Kieferle wurde er in „Santiago-de-Chile-Platz“ umbenannt. Dies sollte an die historischen Beziehungen zwischen Stuttgart und Chile erinnern, obwohl der Schritt damals durchaus umstritten war.

Wo Stuttgart sichtbar wird

Der Platz liegt in Degerloch, unmittelbar an der Grenze zu Stuttgart-Süd und direkt neben der Haigstkirche. Durch diese Lage verbindet er zwei Stadtteile unterschiedlicher Prägung. Die terrassenförmige Anlage folgt der natürlichen Hanglage, wodurch sich ein weiter Panoramablick über den Talkessel bis zum Stadtzentrum eröffnet.

Eine vielfältige Gestaltung

Vor Ort bieten Bäume Schatten, und ein Blumenbeet wertet die Fläche zusätzlich auf. Die Verbindung zur namensgebenden Stadt wird durch drei Elemente sichtbar: eine Moai-Skulptur von der Osterinsel, einen Gedenkstein aus dem chilenischen Maipo-Tal sowie eine Büste der chilenischen Nobelpreisträgerin Gabriela Mistral.

Städtebaulich erfüllt der Ort damit eine Doppelfunktion als Grünfläche und als Aussichtspunkt.

Nutzung für Tourismus und Alltag

Durch die Lage lassen sich mehrere Attraktionen miteinander verbinden: Der Besuch kann mit einer Wanderung durch die Weinberge, einer Fahrt mit der „Zacke“ und der Besichtigung des Fernsehturms kombiniert werden. Wer es ruhiger mag, nutzt den Platz zur Entspannung und genießt den Ausblick, der bei jedem Wetter anders wirkt.

Bedeutung im Stadtraum

Der Santiago-de-Chile-Platz verbindet als Aussichtspunkt die Hanglage mit dem Talkessel und ist fester Bestandteil der städtischen Freiraumstruktur. Durch die Kombination von Grünflächen und internationalen, künstlerischen Akzenten stärkt er die Identifikation der Menschen mit dem Stadtteil Degerloch als Begegnungsort.

Ein Beitrag von Viktoria Anselm, Lukas Hörsch, Emilia Indof, Nicole Sell.

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