Hohenheimer Gärten: Mehr als nur ein Park

Hohenheimer Gärten: Mehr als nur ein Park

Die Hohenheimer Gärten liegen mitten in Stuttgart. Sie sind nicht nur einer der ältesten Parks in Baden-Württemberg, sondern auch voller verschiedener Pflanzen. Auf ungefähr 30 Hektar bilden sie das grüne Herz der Universität Hohenheim. Die Gärten sind mehr als nur ein Ort zum Entspannen – hier wird geforscht, gelehrt und sich um den Schutz von Pflanzen gekümmert. Die Gärten sind in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die alle ihre eigene Geschichte und Bedeutung für die Wissenschaft haben.

Die Geschichte und Herzog Carl Eugen
Die Gärten gibt es unter anderem, weil Herzog Carl Eugen von Württemberg im 18. Jahrhundert regierte. Er war von 1737 bis 1793 an der Macht und eine Person mit vielen Seiten. Er war ein strenger Herrscher, setzte sich aber auch stark dafür ein, dass Wissenschaft, Straßen und Gärten gefördert wurden. Unter ihm wurde aus einem Wasserschloss eine Sommerresidenz mit großen Parks, die man heute noch sehen kann.

Ein besonderes Gebäude aus dieser Zeit ist der Monopteros im Landschaftsgarten. Dieser runde Tempel mit seinen Säulen ist typisch für die Gartenarchitektur von damals. Er steht an einem besonderen Ort, der die Sichtachsen im Garten betont. Heute ist er einer der höchsten Punkte und hilft, sich im Park zurechtzufinden. Es gibt auch Denkmäler wie die Stele für Franziska von Hohenheim. Sie zeigt, dass junge Menschen für ihre Taten geehrt werden sollen. Das passt zur Universität, die früher eine Landwirtschaftsschule war. Diese Gebäude sind geschützt und zeigen, wie wichtig Schönheit und Bildung früher waren.

Was es alles zu sehen gibt
Der Park ist in drei Teile gegliedert: das Landesarboretum mit dem Exotischen Garten und dem Landschaftsgarten sowie der Botanische Garten und der Vegetationsgarten. Im Landesarboretum gibt es viele verschiedene Bäume aus aller Welt. Viele von ihnen zeigen, wie sich fremde Baumarten über die Jahre an das Klima angepasst haben. Es gibt Mammutbäume und alte Eichen, die teilweise über 200 Jahre alt sind.

Der Botanische Garten ist nach wissenschaftlichen Regeln angelegt. Hier wachsen ungefähr 5.000 Pflanzenarten, die wichtig für die Lehre in den Agrar- und Naturwissenschaften sind. An fast jeder Pflanze steht ein Schild mit dem Namen, der Herkunft und der Familie, zu der sie gehört. So kann sich die Universität mit anderen Universitäten auf der Welt austauschen. Studierende nutzen den Garten, um Pflanzen zu bestimmen und für ihre Studien.

Die Hohenheimer Gärten im Winter
Die Hohenheimer Gärten sind nicht nur im Frühling schön, sondern auch im Winter wichtig. Sie sind ein Zuhause für Tiere, und wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, kann man ihre Form und Rinde gut studieren – was besonders für die Forstwirtschaft wichtig ist. Auch Vögel finden im Winter Futter und Schutz in den Gärten.

Wenn Schnee liegt, sieht man die Form des Geländes und die alten Gebäude besonders gut. Die Gärten helfen auch dem Stadtklima, denn sie sorgen für frische Luft im Süden von Stuttgart. Die Pflanzen filtern Staub und regulieren das Wasser im Boden. Deshalb ist es wichtig, solche großen Grünflächen in der Stadt zu erhalten und zu pflegen.

Was man hier machen kann
Jeder kann die Gärten besuchen. Es gibt Wege, Informationstafeln und Bänke. Man kann sich hier nicht nur entspannen, sondern auch etwas über Pflanzen und Naturschutz lernen. Die Tafeln erklären schwierige Dinge einfach und zeigen, was die Universität erforscht hat. Die Gärten verbinden alte Gartenkunst mit den Aufgaben einer modernen Hochschule. Sie sind wie ein lebendiges Museum, das zeigt, wie Wissenschaft und Geschichte zusammenpassen. Durch Pflege und Forschung bleiben die Hohenheimer Gärten auch in Zukunft ein wertvoller Ort zum Lernen und Leben.

Ein Beitrag von Matilda Reimer, Emma Zoe Zeiss und Maximilian Johannes Geil

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