Teehaus am Bopser – Stuttgarts denkmalgeschützte Aussicht über den Kessel

Teehaus am Bopser – Stuttgarts denkmalgeschützte Aussicht über den Kessel

Hoch über der Schwabenmetropole, eingebettet im grünen Weißenburgpark auf dem Bopser, liegt das Teehaus Stuttgart – ein Ort, der seit mehr als einem Jahrhundert Menschen anzieht, die Erholung, Aussicht und Geselligkeit suchen. Das Teehaus wurde um 1912/1913 auf Initiative des Stuttgarter Industriellen Ernst von Sieglin errichtet. Der neoklassizistische Pavillon mit seinen eleganten Säulen und der großen Terrasse war ursprünglich als romantischer Ort für Teegesellschaften für Sieglins Frau und deren Freundeskreis gedacht. Gleichzeitig entstand der Marmorsaal als repräsentativer Bau im Hang des Parks.

Nach mehreren Besitzerwechseln ging das Gelände 1956 in den Besitz der Stadt Stuttgart über. Im Zuge der Bundesgartenschau 1961 wurde der Park mit neuen Wegen, Aussichtsterrassen und Ruheplätzen neugestaltet und als Weißenburgpark öffentlich zugänglich gemacht.

Heute gilt das Teehaus als denkmalgeschützter Jugendstilpavillon mit großer Terrasse, Teich und Brunnen – ein beliebter Treffpunkt für Familien, Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Ausflüglerinnen und Ausflügler sowie Städterinnen und Städter, die eine Atempause im Grünen suchen.

Auf der weitläufigen Terrasse mit Blick über die Dächer Stuttgarts reicht das Angebot von klassischen Heißgetränken über regionale Speisen bis hin zu Bier und moderner Café-Küche. Besonders im Frühling und Sommer zieht der Biergarten zahlreiche Gäste an, die hier den Sonnenuntergang über dem „Kessel“ genießen.

Das Teehaus am Bopser ist weit mehr als nur ein Café über den Dächern Stuttgarts: Es vereint historische Architektur, panoramareiche Natur, soziale Treffpunkte und die anspruchsvolle Balance zwischen öffentlichem Erholungsraum und Gastronomie. Für viele Einheimische gilt es als „Stuttgarter Lieblingsplatz“, der – trotz lebhafter Debatten um Betriebsregeln – das Lebensgefühl der Stadt maßgeblich mitprägt.

Ein Beitrag von Sebastian Heinz

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