Stuttgarts stiller Treffpunkt

Stuttgarts stiller Treffpunkt

Mitten in Stuttgart steht sie – dieser kantige Würfel aus Beton und Glas: die Stadtbibliothek. Viele haben sie schon gesehen, oft ohne wirklich hineinzugehen. Vor allem, wenn man neu in der Stadt ist, taucht sie ziemlich schnell auf – auf Fotos, in Gesprächen, irgendwo im Augenwinkel. Nach Angaben der Stadt Stuttgart gehört sie zu den wichtigsten kulturellen Einrichtungen der Stadt. Für viele Studierende ist sie einer der ersten Orte, an denen man merkt: Hier beginnt jetzt mein Alltag in Stuttgart.

Wer reingeht, merkt sofort den Unterschied. Draußen noch Straßenlärm, drinnen plötzlich Ruhe. Keine komplette Stille, aber dieses gedämpfte Geräusch, das man von Bibliotheken kennt. Es ist hell, offen, man kann weit schauen. Über mehrere Stockwerke verteilen sich Bücher, Tische, Menschen. Einige tippen konzentriert auf ihren Laptops, andere blättern in Skripten oder starren kurz ins Leere. Wie die Stadtbibliothek selbst beschreibt, wurde das Gebäude bewusst offen geplant – und genau das spürt man auch.

Mehr als nur ein Lernort

Natürlich kommen viele hierher, um zu lernen. Klausuren, Abgaben – der ganze Stress gehört dazu. Aber die Bibliothek ist mehr als nur ein Platz zum Arbeiten. Laut Stadtverwaltung wird sie immer häufiger auch als Treffpunkt genutzt. Man verabredet sich, sitzt zusammen oder einfach nebeneinander. Jede*r macht sein eigenes Ding, aber man fühlt sich nicht so allein wie zu Hause am Schreibtisch.

Gerade das macht den Ort besonders. Man ist unter Leuten, ohne reden zu müssen. Das gibt irgendwie Halt, vor allem in stressigen Phasen.

Kultur zwischen Regalen

Neben Büchern passiert hier noch mehr. Wie die Bibliothek mitteilt, gibt es regelmäßig Lesungen, Gespräche und kleine Ausstellungen – Dinge, die man sonst vielleicht gar nicht mitbekommen würde. Beliebt ist auch die Dachterrasse. Von dort oben sieht Stuttgart plötzlich ganz anders aus – kleiner, ruhiger.

Was die Stadtbibliothek auszeichnet, ist ihre Offenheit. Jede*r kann hineingehen, ohne etwas kaufen zu müssen. WLAN, Sitzplätze, Bücher – alles da. Nach Angaben der Stadt erfüllt sie damit auch eine soziale Funktion: Sie ist ein Ort für alle. Zwischen Uni, Terminen und Innenstadt ist die Bibliothek ein Ort, an dem nicht nur die Stadt leiser wird, sondern auch der Stress des Alltags.

Ein Beitrag von Carolin Rademacher, Dilan Kaya

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