Hans im Glück Brunnen – mediterraner Charme im Herzen der Großstadt

Hans im Glück Brunnen – mediterraner Charme im Herzen der Großstadt

Verziert von lachenden Gesichtern, Heiterkeit und Genuss vermitteln die Terrassen ein idyllisches Flair. Ein entspanntes Publikum versorgt die Kreuzung mit Bewegung und Leben. Wer eine Pause von der schnellen, grauen Großstadt möchte, kommt hier her und bedient sich der vielfältigen Angebot. Ganz im Gegensatz zu den üblichen Erwartungen herrscht trotz gut besuchten Terrassen und engen Gassen ein harmonisches und freundliches Miteinander. Hier schlägt das Herz der Stadt, die sonst nur für Autos, endlose Baustellen und die Kehrwoche bekannt ist.

Nur wenige Gehminuten vom Rathaus, der S-Bahn Station Stadtmitte und der Königstraße befindet sich der von Stuttgarter*innen so genannte Geißplatz. Erschlossen wird dieser Platz von der Töpfer- und der Geißtraße, die beide autofrei sind. 

Inmitten der Kreuzung beider Altstadtgassen steht der Hans im Glück Brunnen, welcher als krönender Abschluss früherer Altstadtsanierungen am 12. Mai 1909 eingeweiht wurde. Der Bankier und Sozialreformer hat die Erneuerungsmaßnahmen, als Reaktion auf die damals mangelhaften hygienischen und wenig lebenswerten Bedingungen in diesem Teil der Stadt, initiiert.

 

Einige Häuser wurden im Zuge der Bauvorhaben restauriert oder in Gänze abgerissen und erneuert. Die Altbauten, die den Brunnen heute umschließen, sind belebt von kultigen Cafés, Bars und Restaurants. Hier finden sich Kneipengrößen wie das Mata Hari oder der Platzhirsch und Baristagötter wie das Deli oder das Café Weiß wieder. 

Geschichten wie im Märchen

Blickt man in die Gesichter der Besucher und Gäste der verschiedenen Lokalitäten, wird man verstehen, was diesen Platz so besonders macht. Hier findet man das Lächeln, das im Alltag ab und an verloren gehen kann, die Ausgelassenheit nach Prüfungen oder die alten Freunde aus der Schulzeit. Hier findet man die Gespräche, von denen man vorher nicht wusste, dass man sie braucht und hier findet man das, was man vielleicht gar nicht sucht. 

Wie der Bauernjunge aus dem Märchen Hans im Glück, dem der Brunnen als letzte Station vor dem zufriedenen Nachhauseweg dient, kann Besucher*innen diese Gegend als letzte wertvolle Station vor dem Weg nach Hause dienen. So scheint es als hätte man sich beim Bau und Symbolik des Brunnens Gedanken gemacht, die ihren Anklang finden. 

Ein Beitrag von Lukas Danner und Julien Jourdan

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