Zwischen moderner Architektur und klassischer Literatur

Zwischen moderner Architektur und klassischer Literatur

Stell dir die schönste Bibliothek Europas vor. Was würdest du sagen, wenn du erfährst, dass sie direkt um die Ecke ist?

Mit der Stadtbibliothek Stuttgart hat der koreanische Architekt Eun Young Yi eine der ästhetischsten Bibliotheken Europas entworfen, die mit ihrem Minimalismus eine Brücke zwischen Moderne und Tradition schafft.

Im Oktober 2011 zog die Stadtbibliothek mit ihrem Bestand von über 500.000 Medieninhalten vom Wilhelmspalais in den neu erbauten Glaskubus am Mailänder Platz. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs wurde im Rahmen des Bauprojekts, welches auch Stuttgart 21 umfasst, ein neues literarisches Zentrum im Herzen der Stadt geschaffen.

Moderne Architektur im Herzen des Kessels

Der 40 Meter hohe „Würfel“ erscheint von außen schlicht, doch im Inneren wird dem sonst unscheinbaren Raum durch die bunten Buchrücken Leben eingehaucht. Den Kern der Bibliothek bildet ein vierzehn Meter hoher Raum, der sich über vier Stockwerke erstreckt.
Zu den Highlights gehört neben der Dachterrasse, auf der man einen Ausblick über das Zentrum Stuttgarts hat, auch die blaue Beleuchtung des quadratischen Bauwerks bei Nacht.

Diese Elemente tragen dazu bei, dass sie zu einem der beliebtesten Foto- und Instagram-Spots in Stuttgart gehört. Doch nicht nur Fotografen erkennen die Besonderheit der Baulichkeit. 2013 gewann das beeindruckende Gebäude den Preis „Bibliothek des Jahres“.

Die Beliebtheit der Stadtbibliothek wird auch in den Ausleihzahlen deutlich: mit 4.247.418 Entleihungen allein im Jahr 2021 zeigt sich, dass das Angebot der Bibliothek gern und reichlich genutzt wird.

Auf einer Grundfläche von 20.200 m² und einer Programmfläche von rund 11.500 m² ist nicht nur genug Platz für eine Vielzahl an Medienangeboten, sondern auch Raum für Veranstaltungen wie Workshops, Vorträge, Meet and Greets, Lesungen sowie Angebote für Kinder und Jugendliche und sogar Hochzeiten. Wer sich besonders für die Architektur oder für Literatur interessiert, kann sich im ersten Stock einen Audioguide ausleihen und an einer der zahlreichen Führungen teilnehmen.

Abwechslung um die Ecke

Neben der Möglichkeit sich ganz klassisch Bücher auszuleihen, gibt es für Besucher auch die Option neue Instrumente auszuprobieren. Wer also einen musikalischen Ausgleich zwischen Vorlesungen und Klausurenstress sucht, ist hier genau richtig. Auch die Lage der Bibliothek überzeugt. Denn nach einem Aufenthalt kann man ohne große Umwege in das gegenüberliegende Einkaufszentrum „Milaneo“ gehen, wo es zahlreiche Einkaufs- und Gastronomieangebote gibt. Eine Belohnung nach dem Lernen ist also nur wenige Schritte entfernt. Wenn dieser Weg trotzdem zu weit scheint, kann man alternativ in den achten Stock des Gebäudes in das gemütliche CaféLesbar einkehren.

Zu Erreichen ist die Bibliothek simpel, und optimal für Studenten, mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Haltestellen „Budapester Platz“ und „Stadtbibliothek“ grenzen direkt an.

Es gibt also keine Ausrede, sich nicht selbst ein Bild zu machen und eines der umfangreichen Angebote der Stadtbibliothek zu nutzen. Von Hobbyfotografen und Instrumentenliebhabern bis zu Leseratten: hier ist für jeden was dabei.

Ein Beitrag von Aurora Buzoku, Jasmin Xu, Nadine Cremer und Christina Frank

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